General Tag / No project reference

Foto: Franz Keppel

Die Proteste in Graz wachsen ständig. Täglich gibt es Demonstrationen und auch Besetzungen auf der Baustelle. Menschen jeden Alters sind am Protest beteiligt. „Rettet die Mur“ fordert einen Baustopp für eine Nachdenkpause und die Volksbefragung. Der Energie Steiermark ist die Situation längst entglitten.

So sieht es nach dem Baummassaker an den Ufern der Mur in Graz aus. © Rettet die Mur

Wer sich einmal ein Bild machen will, wie „grün und sauber“ Wasserkraft ist, der hat dazu an der Mur in Graz nun DIE Gelegenheit. Vergangene Woche wurde in Vorbereitung auf das heiß umstrittene Grazer Wasserkraftwerk an den Ufern der Mur etwa 700 Bäume, darunter alte Silberweiden, Pappeln und Ulmen gefällt, unter Polizeischutz und gegen den Widerstand tausender Menschen.
 

(c) Franz Keppel

++ Österreichs Naturschutz und Wissenschaftler stehen hinter „Rettet die Mur“ ++ Dr. Bernd Lötsch, Univ.-Prof. Dr. Rudolf Zechner, Dr. Günther Kräuter, der WWF Österreich, der Naturschutzbund, die Organisation Riverwatch und viele mehr – sie alle stehen hinter der Plattform „Rettet die Mur“ und treten gegen das Denkmal der Zerstörung der Energie Steiermark auf.

Foto: Franz Keppel

Auf Seite der Murschützer wächst der Protest unübersehbar. AktivistInnen stoppen die Rodungen vielerorts. Ob per Boot, über den Landweg oder auf Bäumen verhindern sie die Bauarbeiten in verschiedenen Abschnitten.Trotz einer Reihe von Anzeigen gegen die Verstöße der Energie Steiermark versucht diese heute die Rodungsarbeiten an der Mur fortzusetzten.

++ Schlägerungen in vollem Gang – Aktivisten vor Ort ++ Die Rodungsarbeiten für das Murkraftwerk in Graz haben heute begonnen. Pünktlich am Tag nach der Wahl beginnen um 6:00 Früh Rodungstrupps an der Mur die Bäume zu fällen.

Inzwischen finden beidseitig der Mur zwischen Puntigamer Brücke und Puchsteg, schwere Bauarbeiten statt.

Foto: Stefan Leitner

++ Demonstrationen gegen das Murkraftwerk wachsen weiter ++ Am Tag vor der Wahl setzen die GrazerInnen noch einmal ein deutliches Zeichen. Beinahe 4.000 gehen für die Mur auf die Straße. Sie alle fordern einen Baustopp und die Volksbefragung. „Wer die Demokratie biegt, fliegt!“ prophezeien sie auf einem Transparent zur Wahl.

Foto: Hasankeyf Matters

Lesen Sie hier die Neuigkeiten zu der Ilisu Baustelle von Ercan Ayboga, Initiative to Keep Hasankeyf Alive: The construction of the Ilisu Dam and HEPP still continues, currently with an unknown number of workers (probably hundreds). According to a 26 November 2016 statement of Ali Fuat Eker, director of the 16th region of the DSI (State Water Works), 85 % of the project has been completed.

© Philipp Podesser

Mehr als 2.000 Menschen aus allen Schichten der Grazer Bevölkerung sind letzten Samstag dem Aufruf der Plattform „Rettet die Mur“ gefolgt. Gemeinsam sind sie für eine Volksbefragung marschiert. Die überparteiliche Bürgerbewegung gegen das Murkraftwerk ist damit derzeit Österreichs größte Bewegung für den Umwelt- und Lebensraumschutz.

++ WWF und Rettet die Mur: Keine Naturzerstörung mit Hilfe der Wien Energie! ++ Vor dem Gebäude der Wien Energie in Erdberg fand heute Mittag um „Fünf vor Zwölf“ eine Protestaktion engagierter BürgerInnen und Umweltschutzorganisationen statt. Grund dafür ist die mögliche Investition der Wien Energie in ein Kraftwerk an der Mur mitten im Grazer Naherholungsraum.

Seiten