Der kosovarische Minister für Umwelt, Raumplanung und Infrastruktur informierte die Öffentlichkeit via Facebook über die Präsentation eines Konzeptes für das Gebiet Zalli I Rupes. In diesem Posting könnte der Eindruck entstehen, dass wir - Riverwatch - Teil eines Prozesses zur Wiedereröffnung der Wasserkraftwerke in der Region waren und dass wir "grünes Licht" dafür gegeben haben. Das ist nicht der Fall.
Die beiden Wasserkraftwerke der Kelag (Kelkos) im Nationalpark Bjeshkët e Nemuna im Kosovo müssen wieder vom Netz genommen werden. Das entschied nun ein Gericht in Prishtina nach einer Klage von Vetëvendosje. Vor einigen Wochen hatte die Kelag verkündet, dass sie die Auflagen erfüllt und daher die Genehmigung für zwei der drei Wasserkraftwerke im Nationalpark erhalten habe.
Die österreichische Kelag stellt sich gerne als ein modernes Unternehmen mit höchsten Umwelt- und Sozialstandards dar. Doch die Realität ist eine andere, die Kelag ist ein Problemunternehmen am Balkan. Seit Jahren protestieren Umweltorganisationen und Anrainer gegen ihre Wasserkraftprojekte und gegen das Verhalten der Mitarbeiter, v.a. im Kosovo und in Bosnien-Herzegowina.