Umlaufberg im Kamptal © Werner Gamerith

Gestern Abend waren etwa 80 Personen der Einladung der Aktionsgruppe „Lebendiger Kamp“ gefolgt, um beim Poldiwirt in Gars über die Zukunft des Kamptals zu diskutieren. Anlass für die Veranstaltung war die bevorstehende UVP für den von der EVN vorangetriebenen Abriss und Neubau des Kraftwerks Rosenburg im Europaschutzgebiet "Kamp- und Kremstal“.

Der Naturpark Lonjsko Polje in Kroatien ist ein 50.000 Hektar großes Auengebiet in der Posavina-Region und ist als Weltkulturerbe nominiert. Er liegt am Fluss Lonja, ein Zufluss der Save, der dem Park seinen Namen gibt. Das riesige natürliche Rückhaltebecken ist berühmt für seine Artenvielfalt in Flora und Fauna. Sehen Sie dieses Video!

Albanischer Filmmacher Artan Rama von „Elementi i pestë“ hat die Expetition unserer Wissenschaftler im April 2017 an die Vjosa begleitet und eine Dokumentation über die geplante Zerstörung des letzten großen Wildflusses Europas gedreht. Es geht um die Einzigartigkeit des Ökosystems Vjosa, um betroffene Ortsbewohner, sowie über das Gerichtsurteil, dass zu Gunsten der freifließenden Vjosa ausfiel. Viel Spaß!

© Matthias Schickhofer

In vielen Ländern werden wirtschaftlich und ökologisch unsinnige Staudämme mittlerweile wieder entfernt. Doch die EVN will eines der bedeutensten naturnahen Flusstäler des Landes neuerlich verbauen. Was würde es Mensch und Natur bringen, wenn der Kamp bei Rosenburg in Zukunft wieder frei fließen könnte? Diskussionsveranstaltung bei freiem Eintritt!

Die Vjosa bekommt Unterstützung vom albanischen Industrieverband. © Gernot Kunz

Der Widerstand in der albanischen Gesellschaft gegen die geplante Verbauung der Vjosa bekommt weitere Unterstützung. In einem offenen Brief an den Energie- und Industrieminister des Landes, Damian Gjiknuri, fordert der albanische Industrieverband ein Moratorium für den Bau von Wasserkraftwerken an der Vjosa und ihren Nebenflüssen.

Die Initiative to Keep Hasankeyf Alive präsentiert eine neue Dokumentation über das Ilisu Staudammprojekt. Dieses zerstörerische Projekt würde die 12.000 Jahre alte Stadt Hasankeyf sowie einen großen Abschnitt des Flusses Tigris überfluten. Die 20-minütige Dokumentation zeigt betroffene Bewohner, die über das Erbe der Region sprechen, und was die geplante Zerstörung für Kultur, zehntausenden Menschen und die Natur bedeutet.

Bewohner wollen das geplanten WKW am Vrbas nicht und fürchten um ihr Trinkwasser. © Center for Environment

Der Fluss Vrbas ist eines der letzten Refugien des stark bedrohten ‘Tigers der Flüsse‘ – der Huchen. Der Bau von weiteren Wasserkraftwerken am Fluss würde diese Art noch weiter gefährden und außerdem die Trinkwasserversorgung der Bewohner von Banjaluka aufs Spiel setzen. Unsere Blaues Herz Partner in Bosnien und Herzegowina – das Center for Environment – kämpfen gegen Projekte, die den Vrbas endgültig zerstören würden.

Eine aktuelle Untersuchung macht das Ausmaß der Bedrohung für Europas letzte bedeutende Wildflüsse deutlich: Zwischen Slowenien und Griechenland sind 2.800 Wasserkraftwerke geplant und 187 derzeit im Bau. Davon liegen mehr als 1.000 (37 Prozent) in hochrangigen Schutzgebieten, 118 in Nationalparks und 547 in Natura 2000 Gebieten. 

Under the slogan “Mos ma prek Vjosën! (Hands off Vjosa!)”, a special kind of concert took place at the main square in Tirana on October 18, 2017. In front of over 4000 people, prominent musicians sang for the protection of the Vjosa river and against the planned dam projects. Find below some video impressions of the event. Also read our press release and check out the photo gallery!

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