Darum hab ich diesen Film gemacht

Seit über 20 Jahren arbeite ich im Umwelt- und Naturschutz, v.a. im Bereich Wasser. Ich hab mich dabei immer für den Klimaschutz eingesetzt und tue das auch heute noch. Der Klimawandel ist ein riesiges globales Problem. Die internationale akzeptierte Notwendigkeit des Klimaschutzes ist ein Erfolg vor allem der Zivilgesellschaft und allen Menschen, die sich seit vielen Jahren dafür eingesetzt haben.

Doch in den letzten Jahren ist mir aufgefallen, dass der Klimaschutz immer häufiger missbraucht wird. Missbraucht als Deckmantel, um Großprojekte durchzusetzen, die ansonsten nur schwer zu realisieren wären. Klimaschutz als Verschleierungstaktik.

Plötzlich werden Flüsse zerstört, Regenwälder abgeholzt und Kulturlandschaften in Monokulturen verwandelt und es ist kein Umweltverbrechen mehr, sondern eine grüne Investition und angewandter Klimaschutz.

Klimaschutz ist heute verbal allgegenwärtig, in der Werbung, in der Wirtschaft, der Politik. Allein, es fehlt an den Taten. Die Klimaziele werden nicht nur regelmäßig verfehlt, sondern dieser falsche Klimaschutzes beschleunigt auch noch die Zerstörung unsere letzten Naturgebiete. Ein tödlicher Etikettenschwindel.

Climate Crimes soll aufrütteln, aufregen und dazu anregen, genauer hinzuschauen. Klimaschutz unbedingt, aber nur solcher, der tatsächlich dem Klima hilft und nicht die Zerstörung der Natur beschleunigt. Klimaschutz durch Naturzerstörung ist kein Klimaschutz, sondern ein Umweltverbrechen.