Totschlagargument Klimaschutz: Climate Crimes in Salzburg

Staudammbau soll wegen Klimaschutz erleichtert werden

Wer glaubt, Umweltverbrechen im Namen des Klimaschutzes geschehen nur in entlegenen Ländern, wird spätestens jetzt eines Besseren belehrt: Im österreichischen Bundesland Salzburg soll der Bau von Staudämmen erleichtert werden. Um den Klimaschutz zu forcieren, so die Politiker. Hier die Presseaussendung von Riverwatch dazu:

Wien, Salzburg, 7.3.2013 Wie der ORF berichtete, hat gestern der Salzburger Landtagsausschuss mit den Stimmen von SPÖ und ÖVP beschlossen, dass zukünftig beim Bau von Wasserkraftwerken der entstandene Schaden an der Flusslandschft nicht mehr auszugleichen ist. Grund: Wasserkraft sei Klimaschutz und der müsse gefördert werden, so die zuständigen Landesräte. „ Hier wird der Klimaschutz als Totschlagargument benutzt. Das ist ein Missbrauch des Klimaschutzes und genau das, was der Film Climate Crimes aufzeigt,“ so Ulrich Eichelmann von Riverwatch und Produzent des Films Climate Crimes, der am 21.3. in Salzburg zu sehen ist.

Bislang mussten diejenigen, die ein Staudamm bauen wollten, den Schaden an der Natur an anderer Stelle wieder ausgleichen, etwa durch Anpflanzen von Gehölzen oder Wiedervernässung von Mooren. Das soll nun in Salzburg nicht mehr notwendig sein.

Ein weiteres Beispiel dafür, dass Klimaschutz nur benutzt wird, um wirtschaftliche Interessen durchzudrücken. Koste es, was es wolle. Hier wird Klimaschutz durch Naturzerstörung propagiert. Und das nicht in der Türkei, Brasilien oder Indonesien, sondern mitten im angeblich so umweltbewussten Österreich.

Die Entscheidung in Salzburg passt genau zu der Einschätzung des renommierten deutschen Ökonomen Prof Niko Paech, der im Film Climate Crimes folgendes sagt: „Was derzeit nicht nur im Namen des Klimaschutzes, sondern auch des grünen Wachstums passiert, würde ich als eine Art Amoklauf gegen den letzten Rest an ökologischer Vernunft bezeichnen.“

 

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.