Auszeichnung für Ulrich Eichelmann: Wolfgang Staab-Naturschutzpreis

Nach dem Großen Binding Preis für Natur- und Umweltschutz im November wurde Ulrich Eichelmann nun in Rastatt mit dem Wolfgang Staab-Naturschutzpreises für seine besondere Leistung im Fluss- und Auenschutz ausgezeichnet. Der Preis wurde heuer zum ersten Mal vergeben.

++++ Lesen Sie auch die Laudatio von Dipl.-Geogr Alexander Zinke +++++

Hier die Presseaussendung der Schweisfurth Stiftung München:

Preisträger Ulrich Eichelmann mit der Stifterin des Wolfgang Staab-Naturschutzpreises, Dr. Dorette Staab. Foto: Schweisfurth-Stiftung

Preisträger Ulrich Eichelmann mit der Stifterin des Wolfgang Staab-Naturschutzpreises, Dr. Dorette Staab. Foto: Schweisfurth-Stiftung

Erstmalige Verleihung des mit 20.000 Euro dotierten Wolfgang Staab-Naturschutzpreises an Umweltaktivisten Ulrich Eichelmann

Wolfgang Staab-Naturschutzfonds // Schweisfurth Stiftung München

München/ Rastatt, 24. Juni 2015   „Ich werde unbequem und nervig bleiben!“ verspricht Umweltaktivist Ulrich Eichelmann anlässlich der Verleihung des mit 20.000 Euro dotierten Wolfgang Staab-Naturschutzpreises für besondere Leistungen zugunsten einer nachhaltigen Entwicklung in Fluss- und Auenlandschaften. Der Preis, der heute zum ersten Mal überhaupt in Rastatt vergeben wurde, würdigt sein herausragendes Engagement für den Schutz von Flüssen und Flusslandschaften.

v.l.n.r.: Dr. Gottwald/Schweisfurth Stiftung, Ulrich Eichelmann, Dorette Staab, Emil Dister, Alexander Zinke in Rastatt. Foto: Jürgen Milborn

v.l.n.r.: Dr. Gottwald/Schweisfurth Stiftung, Ulrich Eichelmann, Dorette Staab, Emil Dister, Alexander Zinke in Rastatt. Foto: Jürgen Milborn

Ulrich Eichelmann, geboren 1961 in Nordrhein-Westfalen, ist ein Kämpfer, der Dinge bewegen und Spuren hinterlassen will. Der studierte Landespfleger, der vor über 25 Jahren in Wien eine neue Heimat gefunden hat, arbeitete unter anderem 17 Jahre lang als Wasserexperte beim WWF Österreich. 2007 machte er sich selbstständig und leitete die Kampagne Stop Ilisu gegen das Staudammprojekt Ilisu am Tigris in der Türkei. Von 2010 bis 2012 beschäftigten sich Ulrich Eichelmann und sein Team für den Film Climate Crimes Umweltverbrechen im Namen des Klimaschutzes mit dem rasanten Ausbau von Wasserkraft, Biogas und Biodiesel. „Alles, was nicht CO2 ist, wird heute für gut befunden. Ein Irrsinn – denn Flüsse sind heute durch den Bau von immer neuen Wasserkraftwerken die am stärksten bedrohten Lebensräume überhaupt!“ so Eichelmann in seiner Danksagung.  Heute kämpft Eichelmann mit seiner 2011 gegründeten Organisation RiverWatch mit Sitz in Wien international für den Schutz von lebendigen Flüssen und Flusslandschaften. Sein verstärktes Engagement gilt derzeit dem Erhalt von Flüssen auf dem Balkan, die von dem Bau von mehr als 2.000 neuen Wasserkraftwerken bedroht sind.

Foto: Jürgen Milborn

Foto: Jürgen Milborn

Der Wolfgang Staab-Naturschutzpreis 2015 wurde  im Rahmen eines Festaktes am 24. Juni 2015 im WWF-Auen-Institut in Rastatt an Herrn Eichelmann vergeben. Dieser überzeugte die dreiköpfige Jury, bestehend aus der Witwe Dr. Dorette Staab, Prof. Dr. Franz-Theo Gottwald (Vorstand der Schweisfurth-Stiftung) und Prof. Dr. Emil Dister vom WWF-Auen-Institut durch sein unermüdliches Engagement, sein enormes Wissen rund um den nachhaltigen Schutz von Auen und Flüssen sowie seine Erfolge, der Öffentlichkeit die Bedeutung intakter Flusslandschaften für Mensch und Natur zu vermitteln. Die Laudatio hielt sein Weggefährte und Umweltberater Alexander Zinke.

Der Preis wird jährlich durch die Schweisfurth-Stiftung in Kooperation mit dem Wolfgang Staab-Naturschutzfonds vergeben.

Foto: Jürgen Milborn

Foto: Jürgen Milborn

Wolfgang Staab (1938-2004) machte sich als kämpferischer Umweltschützer in Rheinland-Pfalz einen Namen. Anfang der 70er Jahre stieß er aus Empörung über den geplanten Bau der größten Ölraffinerie Europas auf dem Trinkwasserreservoir seiner Heimatstadt Worms zu einer regionalen Bürgerinitiative. Seine Professionalität und sein Wissen um ökonomische und politische Zusammenhänge führten ihn bald an die Spitze der Organisation, die er 1980 in den Landesverband Rheinland-Pfalz des BUND überführte. Dort wirkte er viele Jahre sehr erfolgreich als Vorsitzender des Verbandes, später als Schatzmeister im BUND-Bundesverband. Er kam 2004 bei einem Autounfall ums Leben. Seine Witwe Dr. Dorette Staab gründete 2014 den Wolfgang Staab-Naturschutzfonds, der von der Schweisfurth-Stiftung verwaltet wird.

Die Bewerbungsfrist für die Preisvergabe 2016 läuft noch bis zum 1. Oktober 2015. Unter info@schweisfurth.de können sich Interessierte bewerben bzw. Vorschläge einreichen.

+++ Abdruck honorarfrei +++ Beleg erbeten +++

Ansprechpartner: Schweisfurth-Stiftung München– Isabel Boergen – E-Mail: iboergen@schweisfurth.de Fon: 089 / 17 95 95 16 – Fax: 089 / 17 95 95 19

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